MetOp-C gesellt sich zu seinen Vorgängern MetOp-A und -B auf einer 817 Kilometer hohen Umlaufbahn. Beide Vorgänger haben ihre erwartete Lebensdauer weit überschritten. Das MetOp-Programm hat die Genauigkeit von einem 12 Stunden Vorhersage-Zeitraum auf eine 10 Tage Vorhersage enorm verbessert.

Genauigkeit bei der Wetterprognose nimmt zu

Airbus hat die MetOp-Reihe für die europäische Weltraumorganisation ESA und die Europäische Organisation für die Nutzung von Wettersatelliten (EUMETSAT) entwickelt. Sie sind Teil einer europäisch-US-amerikanischen Kooperation.

Nicolas Chamussy, Leiter von Space Systems bei Airbus sagte: «Ursprünglich sollte jeder Satellit seinen Vorgänger ablösen, doch da die beiden ersten MetOp-Satelliten hervorragend funktionieren, konnten MetOp-A und -B gleichzeitig betrieben werden. Somit konnten ab dem ersten Tag Fehler bei Wettervorhersagen deutlich reduziert werden. Dieser Trend wird sich voraussichtlich mit dem dritten Satelliten in der Umlaufbahn fortsetzen.»

MetOp-C ist mit zehn Instrumenten ausgestattet, MetOp-A und -B verfügen über jeweils zwölf Instrumente – dies macht das System extrem vielseitig. Zwei der Instrumente sind von Airbus gebaut worden: der Mikrowellenfeuchtigkeitssensor (MHS – Microwave Humidity Sounder) und das Advanced Scatterometer (ASCAT). Der MHS misst den Wasserdampf in der Nähe der Erdoberfläche. Zwei weitere MHS-Instrumente liefern von Bord der US-amerikanischen NOAA-Satelliten entsprechende Daten aus einer anderen Umlaufbahn, um Wettermodelle zu verbessern.

Das andere von Airbus gebaute Instrument, das ASCAT, ist ein Radargerät, mit dem Windgeschwindigkeiten und –richtungen über dem offenen Meer gemessen werden. ASCAT wird auch helfen, die Verteilung von Schnee- und Eismassen an Land und an den Meeresoberflächen zu überwachen. ASCAT wird zwei 500 Kilometer breite Korridore abtasten und kann dadurch innerhalb von 24 Stunden von jedem Punkt der Erdoberfläche liefern.

Langzeitdaten für die Klimabeobachtung

MetOp beobachtet ausserdem die Ozonschicht in der Stratosphäre und überträgt meteorologische Messungen von Schiffen, Bojen und Forschungsstationen. MetOp-A und -B verfügen darüber hinaus über einen Empfänger zur Weiterleitung von Signalen von Personen in Not.

Neben dem erwarteten Nutzen  bei der Wettervorhersage wird MetOp-C durch die Fortsetzung der von MetOp-A begonnenen Messungen, wichtige  Langzeitdaten für die Klimabeobachtung liefern.
 
Die derzeit von Airbus entwickelten MetOp-SG-Satelliten (zweite Generation) werden die kontinuierliche Bereitstellung hochwertiger Wetterdaten gewährleisten. Die Messdaten der neuen MetOp-SG-Satelliten werden gegenüber der ersten Generation von MetOp-Satelliten eine verbesserte spektrale und räumliche Auflösung bieten. Zehn verschiedene Instrumente, die den ultravioletten, sichtbaren, Infrarot- und Mikrowellen-Spektralbereich abdecken, ermöglichen eine grosse Bandbreite an Beobachtungen.

Beträchtlicher sozioökonomischer Nutzen

Ab 2021 werden die MetOp-SG-Satelliten auf der Grundlage modernster europäischer Technologien noch exaktere Wettervorhersagen liefern und für die Bürger Europas jedes Jahr einen sozioökonomischen Nutzen von mehreren Milliarden Euro erbringen.