Der Bedarf an sicheren Patiententransporten mit Schutzstufe Tröpfchen- resp. Aerogenisolation ist seit dem ersten Corona-positiv getesteten Patienten im Tessin am 25. Februar gestiegen. So habe auch die AAA seither über 200 betroffene und teilweise schwer erkrankte Patienten transportiert, teilt das Unternehmen mit.
Zusätzlicher Helikopter für COVID-19-Patienten vorgehalten
Mit der Bodenflotte führt die AAA seit Ende Februar Isolationstransporte vom Wohnort betroffener Patienten zur Untersuchung oder in die Quarantäne durch. Dafür kommt ein Sonderfahrzeug für gehfähige SARS-CoV-2-positive oder erkrankte COVID-19-Patienten zum Einsatz. Wenige Tage später rüstete die AAA ein Ambulanzfahrzeug für Isolationsliegendtransporte um. Damit werden seitdem Betroffene aus Altersheimen in andere Alters- und Pflegeheime mit ausgerüsteter Isolationsstation für COVID-19-Patienten oder in Spitäler verlegt.
«Nach Analyse der medizinischen bekannten Fakten hat sich das AAA-Team sehr früh entschieden, den Rettungshelikopter «Lions 3» als zusätzlichen und isolationstauglichen «Pandemie-Transporthelikopter» in Betrieb zu nehmen», schreibt die AAA in einer Mitteilung. Dieser Helikopter ist zentral im Spital Limmattal stationiert und steht für Isolationstransporte zu Verfügung.
In der Schweiz und in stark betroffenen Nachbarländern im Einsatz
Die «Lions 3»-Crew habe bereits mehrere Patientenverlegungen in der Schweiz, in Deutschland und in Frankreich geflogen. Unter anderem habe die AAA das Nürtinger Krankenhaus in Baden-Württemberg unterstützt, das aufgrund aller belegten Beatmungsplätze vier Corona-Patienten in andere Kliniken verlegen musste. Auch sei der Isolationshelikopter vor wenigen Tagen zu einer Reanimation eines an COVID-19 erkrankten und sich noch Zuhause in Quarantäne
befindenden Patienten aufgeboten worden, informiert das Unternehmen.
Eigenes Patienten-Isolationssystem entwickelt
«Für die Transporte von Patienten mit erhärtetem Verdacht auf oder bestätigter Infektion mit SARS-CoV-2 / COVID-19 / Corona Virus hat die AAA ein spezifisches Patienten-Isolationssystem entwickelt», schreibt die AAA. Diese dichte und mit entsprechenden Sicherheitsventilen ausgestattete Transporthüllen dienen dazu das Kontaminationsrisiko von Crew und Umgebung weiter zu minimieren.
Das Patienten-Isolationssystem ist bei der AAA bei allen liegenden Patiententransporten und insbesondere bei Beatmungstransporten im Einsatz. Das System werde inzwischen auch von anderen Rettungsdiensten eingesetzt.
Dank an Bevölkerung fürs «Zuhause bleiben»
Über die diesjährigen Ostertage haben die, von der AAA betriebenen Rettungshelikopterbasen mit dem «Lions1» im aargauischen Birrfeld und dem «Christoph Liechtenstein» im liechtensteinischen Balzers weniger Einsätze geflogen, als im Vorjahr. «Dies ist ein klares Zeichen, dass die Bevölkerung tatsächlich Zuhause bleibt. Nach dem Motto: «Bleiben Sie zuhause, wir bleiben für Sie da» setzt sich die AAA mit ihren Partnern engagiert dafür ein, die Notfallversorgung in der Schweiz sicher zu stellen», hält die AAA fest. Gleichzeitig unterstütze die AAA Behörden und Gesundheitsorganisationen in ihren Aufgaben im Zusammenhang mit der Pandemie.
Die Alpine Air Ambulance (AAA) ist spezialisiert auf Patiententransporte in der Luft und am Boden und organisiert diese über eine eigene Einsatzzentrale. Seit ihrer Gründung fokussiert sie auf nationale und internationale Patiententransporte – unter anderem Rettungen, Repatriierungen sowie Verlegungen mit Helikoptern und Bodenambulanzen für viele Schweizer Gesundheitseinrichtungen. Weitere Informationen: www.air-ambulance.ch