«Der derzeitige Fachkräftemangel stellt auch die Flugsicherung vor Herausforderungen – insbesondere bei kleinen Flughäfen, stellte Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies anlässlich der Eröffnungszeremonie fest. «Die Fernüberwachung von Flughäfen ist eindeutig die Zukunft. Durch die Bündelung von Standorten kann Erleichterung geschaffen werden. Es freut mich, dass die Digitalisierung dabei wieder einmal ihren praktischen Nutzen zeigt. Das ist gut investiertes Geld.» 

Leipzig kontrolliert Saarbrücken und Erfurt

Die Deutsche Flugsicherung hat bereits seit 2019 ein RTC-Center am internationalen Verkehrsflughafen in Leipzig für die Flughäfen Saarbrücken und Erfurt in Betrieb genommen. Aus einer Remote-Tower-Kontrollzentrale können die Fluglotsen mit Hilfe hochauflösender Video- und Infrarotkameras den Verkehr in der Luft und am Boden, statt aus dem Tower überwachen.

Aufwändiges Kamerasystem notwendig

Ein aufwändiges Kamerasystem auf dem Braunschweiger Kontrollturm liefert den Fluglotsen permanent ein 360-Grad-Bild des Airports. Die DAS sorgt in Zusammenarbeit mit Frequentis DFS Aerosense GmbH und ESPA GmbH für den Betrieb und die Wartung des RTC-Centers, das Kapazitäten für insgesamt sechs Flughäfen hat. Darüber hinaus arbeitet die DAS mit dem in Braunschweig angesiedelten Institut für Flugführung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) daran, die Weiterentwicklung des RTC-Projektes im Hinblick auf Multiple-Remote-Anwendungen voranzubringen.