Das Space Shuttle Columbia läutete eine neue Ära der bemannten Raumfahrt ein. Anlässlich des 40 Jahre Jubiläums seit dem Start von STS-1 am 12. April 1981 veröffentlicht die NASA historisches Material über den Start und die Landung sowie Aufnahmen des pensionierten Astronauten Bob Crippen (siehe Clip Mitte auf der rechten Seite).

Erstflug als Testmission

Columbia startete um 7 Uhr morgens Ortszeit ab dem Launch Pad 39A und war die erste Besatzungs-Mission der NASA seit dem Apollo-Sojus-Testprojekt im Jahr 1975. Das Missionsziel war es, den Start in den Orbit und die sichere Rückkehr der Besatzung zu demonstrieren. An Bord von Columbia befanden sich Kommandant John W. Young und Pilot Bob Crippen. Der Flug galt als Testmission: Zum ersten Mal wurde mit einem Space Shuttle in den Weltraum gestartet.

Die Komponenten des Space Shuttle gliederten sich neben dem Orbiter in den externen Treibstofftank und zwei Feststoffraketen. Dieses System wurde Space Transportation System (kurz STS) genannt. Zunächst wurde zur Erprobung der Flugeigenschaften in der Erdatmosphäre das Test-Shuttle Enterprise gebaut. Danach wurden fünf Orbiter für den Einsatz im Weltraum gebaut: Columbia, Challenger, Discovery, Atlantis und Endeavour. Zwei dieser Space Shuttles wurden durch Unglücke zerstört. Dabei kamen jeweils alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben.

Durch die Wiederverwendung der Teile des Systems sollten die Flüge in den Weltraum deutlich kostengünstiger als mit nicht wiederverwendbaren Trägerraketen werden. Diese Erwartung erfüllte sich wegen hoher Instandsetzungskosten nicht.

135 Missionen in 30 Jahren

Eine Raumfähre konnte bis zu acht Astronauten und gleichzeitig 24,5 Tonnen Nutzlast in eine niedrige Erdumlaufbahn bringen. Zudem koppelte das Shuttle mit Hilfe von Andockadaptern mehrfach an Raumstationen (anfangs die russische Mir, später die ISS) an. Durch die Fähigkeit zum gleichzeitigen Transport von Mannschaft und Fracht war das Shuttle sehr vielseitig verwendbar. Es konnten Satelliten repariert oder zur Erde zurückgebracht werden, aber auch der Aufbau und die Versorgung von Mir und ISS waren zentraler Bestandteil der Shuttle-Missionen.

Zwischen dem ersten Start im Jahr 1981 und der letzten Landung am 21. Juli 2011 flog die Space-Shuttle-Flotte der NASA135 Missionen. Zu den wichtigsten Erfolgen der Space Shuttles gehören die Aussetzung diverser Raumsonden sowie des Hubble-Weltraumteleskops, diverse Flüge mit eingebauten Laboratorien sowie Flüge zur Mir und zur ISS.