Insgesamt hat Embraer bereits 11 Legacy 450 in Praetor 500 umgerüstet. Der komplette Prozess zur Umrüstung einer Legacy 450 (2.900 Seemeilen Reichweite) in eine Praetor 500 (3.340 Seemeilen Reichweite) kann Embraer eigenen Service-Zentren durchgeführt werden. Diese befinden sich in Le Bourget, Windsor Locks, Connecticut (USA), Fort Lauderdale, Florida (USA), und Sorocaba, in Brasilien.
Verlegtes Treibstoffsystem und verstärkte Flügelrippen
Um die beeindruckenden Reichweitenverbesserungen zu erzielen, für die der Praetor 500 steht, wurde die Verkabelung zur Füllstandsmessung in den Treibstofftanks ausgetauscht, die Schwerkrafttankanschlüsse über den Flügeln verlegt, das Treibstoffmesssystem verlegt und die Flügelrippen verstärkt, um zusätzliches Gewicht aufnehmen zu können. Diese Anpassungen zogen Aktualisierungen der Flugsteuerungssysteme nach sich, einschliesslich einer neuer Avionik.
Am Auffälligsten ist, dass die ikonischen geschwungenen Winglets der Praetor installiert wurden und die Beschriftungen ausgetauscht wurden, um die Legacy 450 offiziell in eine Praetor 500 zu verwandeln. Was die Technologie betrifft, so verfügt der Praetor 500 über das branchenweit erste E2VS – ein Head-up-Display, das synthetische und erweiterte Sicht kombiniert. Ausserdem ist er der einzige mittelgroße Business-Jet mit vollständiger Fly-by-Wire-Flugsteuerung und Turbulenzreduzierungsfunktion.