Die Zermatter Bergführer empfehlen seit einer Woche, das Matterhorn wegen der akuten Gefahr von Steinschlag nicht zu besteigen. Die Mehrheit der Bergsteiger hält sich an diese Empfehlung. Doch einige ignorieren diese Warnung. Die Folgen für die Rettungscrews der Air Zermatt können dramatisch sein.
So wurde die Air Zermatt am Donnerstag zu einem Einsatz am Matterhorn gerufen. Ein Alpinist aus Frankreich geriet in einen Steinschlag, verletzte sich an der Schulter und musste aus der Wand gerettet werden. Eine Crew der Air Zermatt wollte einen Rettungsspezialisten zum verunfallten Bergsteiger fliegen. Doch wegen des steten Steinschlags konnte der Rettungsspezialist nicht sofort vor Ort abgesetzt werden. Zur Sicherung des Dachs vom Matterhorn mussten weitere Rettungsspezialisten auf den Berg geflogen werden. Diese mussten sicherstellen, dass im Gipfelbereich nicht weiterer Steinschlag losgetreten wurde. Erst als die Rettungsspezialisten das Dach sicherten, konnte der verletzte Bergsteiger gerettet werden.
Blitz setzte Baum in Brand
Ebenfalls am Donnerstag entleerten sich im Oberwallis teils heftige Gewitter. Die Air Zermatt wurde dabei einerseits zu den Unwettern im Lötschental, andererseits auch zu einem Löscheinsatz ins Zwischbergental gerufen. Ein Anwohner entdeckte am Abend aufsteigender Rauch im Wald. Ein Helikopter der Air Zermatt wurde umgehend zu einem Reko-Flug aufgeboten. Dabei wurde festgestellt, dass ein Baum nach einem Blitzschlag in Brand geraten war. Wegen unwegsamem Gelände, konnte die Feuerwehr den Brandherd nicht erreichen. Ausserdem war es wegen der einsetzenden Nacht nicht möglich, den Brand aus der Luft zu löschen. Erst bei Tagesanbruch konnte der Brand durch die Air Zermatt gelöscht werden. Trotz grosser Trockenheit sprang das Feuer nicht auf weitere Bäume über. Sicherheitshalber wurde der Baum jedoch gefällt und mit dem Helikopter der Air Zermatt abtransportiert.