Einer der beiden Friedrichshafener Zeppeline NT ist auf «grosser Fahrt»: Vergangenes Wochenende war er noch über dem 24-Stundenrennen im französischen LeMans im Einsatz, am Dienstag ist er quer durch Nordfrankreich und den Rhein entlang ins deutsche Bonn gereist. Von dort aus fliegt er am Wochenende vom 26./27. September über das Langstreckenrennen auf dem Nürburgring in der Eifel.

Werbung und TV-Übertragung

Formel-1- und Rennsportfans aus den 1970er und 1980er Jahren erinnern sich noch an die Überflüge des Goodyear-Luftschiffs bei früheren Rennen. Das waren allerdings Pralluftschiffe, sogenannte Blimps, und keine Zeppeline. Nach 35 Jahren kehrt nun ein Luftschiff des Reifenkonzerns seit diesem Sommer wieder auf Motorsportveranstaltungen zurück. Der Einsatz des Zeppelins symbolisiert zudem die Rückkehr von Goodyear in den europäischen Motorsport. Dazu kam er direkt vom LeMans-Rennen vergangenes Wochenende an den Nürburgring geflogen. Dort wird der Zeppelin NT die Rennen des FIA Tourenwagen-Weltcups begleiten, die Teil des legendären 24-Stunden-Rennwochenendes am Nürburgring sind.

Stationiert ist der Zeppelin derzeit auf dem Flugplatz Bonn-Hangelar und schwebt jeden Tag, passendes Flugwetter vorausgesetzt, über das Renngeschehen auf dem Nürburgring. Dort macht der 75 Meter lange Zeppelin Werbung für den Reifenkonzern, dient aber auch zur Übertragung des Renngeschehens im Fernsehen, da eine Kamera in der Kabine installiert ist.

Fast 100-jährige Partnerschaft

Die Flotte von Goodyear besteht nun aus vier Luftschiffen, die alle von Zeppelin Luftschifftechnik am Bodensee gebaut wurden und damit der jüngste Teil einer erstaunlichen Partnerschaft zwischen Goodyear und Zeppelin sind. Denn diese reicht fast 100 Jahre bis ins Jahr 1924 zurück.

Das über dem Nürburgring eingesetzte Exemplar wird von der Deutschen Zeppelin Reederei betrieben. Dazu kommen drei Zeppeline NT im Eigentum von Goodyear, die auf drei nordamerikanischen Flugplätzen stationiert sind.