Ein realistisches Szenario, angelehnt an die Forschungsarbeit des Helmholtz Zentrum, ermöglicht den Anwenderinnen und Anwendern, die besonderen Flugeigenschaften eines Luftschiffs zu erproben. Im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern wurde der Prototyp erstellt und an die Bedürfnisse des Zeppelin Museums angepasst. Der Simulator ist barrierefrei und mehrsprachig, deutsch, englisch, italienisch und französisch. Das Spielerlebnis ist an das tatsächliche Forschungseinsatzgebiet eines Zeppelin NT angelehnt.

Spannende Herausforderung im Zeppelin-Simulator

Und zwar spürt der Forschungszeppelin, ausgestattet mit einer hochauflösenden Wärmebildkamera, Meereswirbel in der Ostsee auf. Hat das Luftschiff einen Meereswirbel entdeckt, muss es direkt über dem Wirbel geparkt werden, um Messdaten an das Forschungsschiff weiterzugeben. So können «live» die sehr speziellen Flugeigenschaften eines Luftschiffs erprobt werden. Eine spannende Herausforderung für die Simulator-Anwender.

Wirbeljagd und Wissenschaft

Die Ozeane werden durch die Kraft unzähliger kleiner Wirbel beeinflusst. Wie die Zahnräder eines Uhrwerks greifen die Wirbel ineinander und bestimmen das weltweite Klima. Sie bewirken Algenblüten und lenken Wanderungen von Fischen. Deutsche Küstenforscher im Helmholtz-Zentrum Geesthacht untersuchen die nahezu unerforschten kleinen Wirbel. Dafür setzen die Wirbeljäger weltweit erstmalig einen Zeppelin ein. Dieser ist mit Spezialkameras ausgerüstet. Direkt über dem Wirbel parken die Wissenschaftler den Zeppelin, um die Wirbel zu beobachten. Anschliessend werten sie die gesammelten Daten aus und erhalten so neue Erkenntnisse über das «Uhrwerk Ozean« ( mehr unter www.uhrwerk-ozean.de). Ein spannendes Szenario, dem die Simulator-Piloten im Zeppelin Museum nachempfinden können.