Noch im Februar 2020 gab es viele hochfrequente Verbindungen im europäischen Netz: 157 Kurz- und Mittelstrecken-Flughafenpaare wiesen 12 oder mehr Flüge pro Tag aus (Summe beider Richtungen), so Eurocontrol. Bei diesen Verbindungen handelte es sich grösstenteils um Inlandflüge oder Verbindungen zwischen grossen Hauptstädten. Zum Beispiel Madrid-Rom, London-Stockholm. Am verkehrsreichsten, mit mehr als 35 Flügen pro Tag, waren damals Berlin-Frankfurt und Strecken zwischen den Kanarischen Inseln.
Mit COVID-19 haben sich die Prioritäten geändert. Als sie aus dem ersten Lockdown herauskamen, versuchten die Fluggesellschaften, breite Netze wiederherzustellen, auch wenn dies nur mit geringen täglichen Frequenzen möglich war. In diesem Winter, mit der zweiten Welle des Lockdowns, konnte nicht einmal diese Mindestkonnektivität aufrechterhalten werden.
Madrid-Gran Canaria häufiger bedient als im Vorjahr
Im Februar 2021 erreichten nur 29 Strecken die Schwelle von 12 Verbindungen pro Tag. Die Verbindungen mit der höchsten Frequenz waren auf Inlandsstrecken, wie Paris-Toulouse, Istanbul-Antalya oder zwischen den Kanarischen Inseln. Dieser Schwerpunkt auf Inlandsstrecken ist in der Tat auf der gesamten Karte für Februar 2021 ersichtlich. Die Strecke Madrid-Gran Canaria wurde in diesem Jahr häufiger bedient als im Vorjahr und erscheint daher nur in der Karte für Februar 2021.
Zwei internationale Strecken stechen im Februar 2021 hervor: Kiew-Sharm el Sheikh, eine Mischung aus Freizeit-Charter- und Linienflügen; und die Kernverbindung von Air France-KLM zwischen Paris/Charles de Gaulle und Amsterdam/Schiphol, die durch Fracht von FedEx und anderen ein wenig aufgewertet wird.