Der Demonstrationsflug von United mit einer neuen Boeing 737 MAX 8 startete mit mehr als 100 Passagieren an Bord vom O'Hare International Airport in Chicago. Die Landung erfolgte auf dem Reagan National Airport in Washington, D.C. Dabei wurden 500 Gallonen SAF in einem Triebwerk und die gleiche Menge herkömmlichen Düsentreibstoffs im anderen Triebwerk verwendet. Dies um zu beweisen, dass es keine betrieblichen Unterschiede zwischen den beiden gibt, und um die Voraussetzungen für eine skalierbare Verwendung von SAF durch alle Fluggesellschaften in der Zukunft zu schaffen. Derzeit dürfen die Fluggesellschaften nur maximal 50 Prozent SAF an Bord verwenden. Der laut United auf dem Flug verwendete SAF ist sofort einsatzbereit und mit bestehenden Flugzeugflotten kompatibel.

Führend bei der Nutzung von SAF

United ist laut eigenen Angaben weltweit führend bei der Nutzung und Unterstützung der Entwicklung von SAF, einem alternativen Treibstoff, der aus erdölfreien Rohstoffen hergestellt wird. Die Airline hat bereits Vereinbarungen zum Kauf von fast doppelt so viel SAF abgeschlossen wie die bekannten Vereinbarungen aller anderen globalen Fluggesellschaften zusammen. SAF hat das Potenzial, die gleiche Leistung wie erdölbasierter Düsenkraftstoff zu erbringen, jedoch mit einem Bruchteil des Kohlenstoffausstosses. Nach Angaben des US-Energieministeriums reichen die riesigen Rohstoffressourcen des Landes aus, um den prognostizierten Kraftstoffbedarf der gesamten US-Luftfahrtindustrie zu decken, schreibt United in einer Mitteilung.

Dekarbonisierung der Branche

«United ist weiterhin Vorreiter in Sachen Klimaschutz», sagte United-CEO Scott Kirby, der an Bord des heutigen historischen SAF-Flugs mitflog. «Der heutige SAF-Flug ist nicht nur ein bedeutender Meilenstein für die Bemühungen um die Dekarbonisierung unserer Branche. Zudem zeigen wir, in Kombination mit dem Anstieg der Verpflichtungen zur Produktion und zum Kauf alternativer Kraftstoffe, wie Unternehmen gemeinsam eine Rolle bei der Bewältigung der grössten Herausforderung unserer Lebenszeit spielen können.»