Das globale Gesundheitssystem stehe vor einem beispiellosen Szenario und deshalb wolle man Kapazitäten und Fachwissen in diesem Moment der globalen Zusammenarbeit und der Nachfrage nach effektiven und kurzfristigen Lösungen einsetzen, schreibt Embraer in einer Medienmitteilung. Konkret befasst sich der Flugzeughersteller mit der Herstellung von Teilen für die Beatmungsgeräteindustrie, mit der Entwicklung hocheffizienter Filtersysteme sowie an Studien zur Entwicklung einfacher, robuster und tragbarer Beatmungsgeräte für eine rasche Implementierung und Verfügbarkeit.

Eine Gruppe von Fachleuten habe bereits Initiativen zur Unterstützung einer Fabrik die Atemschutzmasken in Brasilien herstellt ergriffen. Ab nächster Woche soll mit der Produktion von Teilen begonnen werden, um dem Bedarf an Maschinen zur Herstellung solcher Masken gerecht zu werden.

Lösung für Krankenhäuser

In Zusammenarbeit mit dem Albert-Einstein-Krankenhaus in São Paulo, arbeitet Embraer an der technischen Unterstützung für die Entwicklung biologischer Luftfiltersysteme zur Luftqualitätskontrolle. Damit sollen normale Krankenhausbetten in Intensivbetten umgewandelt werden. Mit hocheffizienten Filtern zur Absorption von Luftpartikeln, die bereits in Klimaanlagen von Flugzeugen eingesetzt werden, soll diese Lösung Krankenhäusern mit unmittelbarem Bedarf zur Verfügung gestellt werden.

Eine weitere Gruppe von Fachleuten analysiert die Möglichkeiten zur Herstellung von Regelventilen und Durchflusssensoren für die Hersteller von Beatmungsgeräten im Land. Ein bereits vorhandenes Beatmungsgerät soll den Bedürfnissen von COVID-19-Patienten entsprechend angepasst werden.